Schon seit 20 Jahren findet nun der Businessplan-Wettbewerb in München statt, bei welchem Startup-Unternehmen in verschiedenen Runden Aufgaben meistern und sich einer Jury stellen müssen. Die Gewinner erhalten hohe Prämien und im besten Fall Investoren für ihr Jungunternehmen.

Zu den Gründern des Wettbewerbs zählt Dr. Lothar Stein, welcher den ersten Münchener Businessplan-Wettbewerb in 1996 vorangetrieben hat und sich nun über den außerordentlichen Erfolg der jährlichen Wettbewerbe freut.

Seine Idee kam ihm 1995, als er für das McKinsey Office in Silicon Valley arbeitete. Dort war er von dem Einfluss der Universitäten Stanford und Berkeley auf die Startup-Szene beeindruckt. Schnell stellte er fest, dass die Startup-Kultur in Deutschland ganz ausbleibt. Dies wollte Herr Dr. Stein mit seinen Kollegen des McKinsey zum Wohle der Öffentlichkeit ändern und entwickelte ein Konzept für einen Businessplan-Wettbewerb für Regionen in Deutschland. Hierbei setzte er vor allem auf die Unterstützung durch politische Institutionen, die Verflechtung mit Venture Capital-Unternehmen, Industriefirmen als Sponsoren und Studenten als Ausgangspunkt für Ideen und Gründer-Teams. Der Businessplan-Wettbewerb sollte den Teilnehmern das fehlende Wissen über erfolgreiche Unternehmensgründung übermitteln.

Da der erste Wettbewerb sehr erfolgreich war, sollte McKinsey auf Wunsch des Wirtschaftsministeriums einen dementsprechenden Wettbewerb auch in Nordbayern initiieren und beide Wettbewerbe sollten institutionalisiert werden. Da sich die beiden Businessplan Wettbewerbe über die letzten Jahre außerordentlich weiterentwickelten, wurden sie letztes Jahr zu BayStartUp zusammengeführt.

Heute nehmen jährlich über 200 Teams an den Münchener Businessplan Wettbewerben teil, welche nicht nur aus nordbayrischen Regionen oder direkt von Universitäten kommen. Viele Teilnehmer verfügen auch über Berufs- oder Gründungserfahrung. Zudem verfügt BayStartUp mit mehr als 240 Business Angels über ein ausgeprägtes Netzwerk, über welches im letzten Jahr hohe Summen an Finanzierungsgelder vermittelt wurden. Im Bereich des Venture Capitals erhofft sich Herr Dr. Stein besonders bei gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen eine dynamische Weiterentwicklung.

In München ist durch die vielen Gründungen von Hightech-Unternehmen so eine Startup-Szene für technologiebasierte Startups entstanden, welche unter anderem durch verschiedene Acceleratoren geprägt ist. Des Weiteren wird den Startups hier die Möglichkeit gewährt, Erfahrungsaustausche zu tätigen, sowie die Möglichkeit der Mitarbeiter, sich weiterzuentwickeln. Doch auch die Zusammenarbeit zwischen den Jungunternehmen und etablierten Firmen wird immer ausgeprägter. Allerdings ist die Bereitschaft der etablierten Firmen, auf die Bedürfnisse der Startups einzugehen noch etwas eingeschränkt, weshalb das Niveau der Startup-Szene in den USA noch nicht ganz erreicht ist.