Businessplan Abschreibung

Wertminderung von Vermögensgegenständen

Für den Start Ihres Unternehmens benötigen Sie verschiedene Maschinen, Möbel, Softwarelizenzen oder Patente. Solche Anschaffungen stellen zwar zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Ausgabe dar, sie verlieren ihren Wert (z.B. durch Abnutzung) aber über einen längeren Zeitraum (z.B. 3 Jahre). Diese Wertminderung muss im Rahmen der Finanzplanung in Ihrem Businessplan berücksichtigt werden.

Die Planung und Aufstellung der Wertgegenstände ist notwendig, damit zu jedem Zeitpunkt eine genaue Übersicht über die Vermögenswerte Ihrer Firma gegeben ist. Außerdem wird durch die Abschreibung von Wertgegenständen der zu versteuernde Gewinn vermindert.

Abschreibungsarten

Man unterscheidet beim Erstellen eines Businessplans die kalkulatorische Abschreibung und die steuerrechtliche Abschreibung.

  • Bei der kalkulatorischen Abschreibung wird die tatsächliche Nutzungsdauer eines Wertgegenstandes ermittelt und in der Finanzplanung berücksichtigt. Hierfür werden Anschaffungskosten, Verbrauchsanteil und Wiederbeschaffungskosten berücksichtigt.
  • In der steuerrechtlichen Abschreibung werden Wertgegenstände nach festgelegten Zeiträumen auf den Gewinn angerechnet, wodurch sich die Steuerlast für das Unternehmen verringert. Die Abschreibungshöhe wird durch sogenannte Abschreibungstabellen ermittelt

Abschreibung im Businessplan

Die Abschreibungsplanung ist Teil der Finanzplanung im Businessplan und wird im Rentabilitätsplan erfasst. Dafür müssen folgende vier Faktoren berücksichtigt werden:

  1. Art der Investition
  2. Zeitpunkt der Investition
  3. Kaufpreis und Nebenkosten
  4. Abschreibungsart und –Dauer

Abschreibungskosten sind im Businessplan als Fixkosten zu betrachten. Diese Kosten sind in der Regel gut planbar und können deshalb im Vorfeld gut berechnet werden.

Abschreibungsmethoden

Je nach Art des Wertgegenstandes, um den es sich handelt, gibt es verschiedene Abschreibungsmethoden. Wir möchten Ihnen hier kurz die beiden wichtigsten Verfahren erklären:

Die lineare Abschreibung wird am häufigsten eingesetzt. Bei dieser Methode geht man davon aus, dass der Wertgegenstand über einen längeren Zeitraum (meist 3-5 Jahre) gleichmäßig an Wert verliert. Man braucht also nur die Anschaffungskosten durch die Nutzungsdauer (in Jahren) teilen und erhält die Höhe der Abschreibung für jedes Jahr. Hier sollte man sich unbedingt an die gesetzlich vorgeschriebene Nutzungsdauer halten. Informationen über den Abschreibungszeitraum sind in den Abschreibungstabellen der Finanzbehörden zu finden.

Beispiel für lineare Abschreibung: Produktionsmaschine

Bei der degressiven Abschreibung wird eingerechnet, dass der Wertgegenstand in der ersten Zeit nach seiner Anschaffung am schnellsten an Wert verliert und in den folgenden Jahren deutlich langsamer.

Beispiel für degressive Abschreibung: Kraftfahrzeug

Tipp zum Thema Abschreibung: Wenn es Ihnen schwer fällt, die kalkulatorische Abschreibung festzulegen, dann können Sie die offiziellen Abschreibungstabellen nutzen um die entsprechenden Zeiträume zu ermitteln.

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