Businessplan Arztpraxis

Wer eine Existenzgründung als Arzt plant, steht zunächst vor der Entscheidung, ob es eine Einzel- oder eine Gemeinschaftspraxis sein soll. Hiervon hängt z.B. auch der im Businessplan anzusetzende Investitionsbedarf ab. Im Jahre 2010 hat sich in den westlichen Bundesländern mit 55,3 Prozent erstmals die Mehrzahl der Ärzte für eine Gemeinschaftspraxis entschieden. Dagegen waren in den östlichen Bundesländern 70 Prozent der Eröffnungen Einzelpraxen. Grund hierfür die oftmals ländliche Situation in den neuen Bundesländern, wo eine Einzelpraxis zumeist eher dem vorhandenen Bedarf entspricht.

Was die Planung des Kapitalbedarfs angeht, können Ärzte vorhandene Vergleichszahlen nutzen. Für die Übernahme einer bestehenden Praxis müssen Allgemeinmediziner einen Betrag von durchschnittlich etwa 167.000 Euro einplanen. Durchschnittlich günstiger ist die Neueröffnung, die eine Investition von 117.000 Euro erfordert. Möglich ist zudem auch der Beitritt zu einer bestehenden Praxisgemeinschaft. Hierfür entstehen Kosten von 137.000 Euro im Schnitt. Die genannten Kosten gelten alle für eine Existenzgründung in den alten Bundesländern. In den fünf neuen Bundesländern liegen die Kosten jeweils etwa 20.000 Euro darunter.

Ein wichtiger Punkt im Businessplan ist auch die Entscheidung für den passenden Standort. Knapp die Hälfte der Existenzgründungen erfolgte im Jahre 2010 in Städten von mehr als 100.000 Einwohnern. Dagegen entschieden sich nur knapp 3 Prozent für eine Praxiseröffnung bzw. Praxisübernahme in sehr ländlichen Gebieten. Im Businessplan sollten Ärzte auf die jeweils herrschende Bevölkerungsstruktur eingehen. Dabei geht es insbesondere um das vorhandene pro Kopf Einkommen. Hieraus lässt sich auch in etwa darstellen, wie hoch der Anteil an Privatpatienten ist. Bundesweit sind etwa 10 Prozent der Bevölkerung Privatpatienten. Dagegen liegt der Umsatzanteil der Privatpatienten in Deutschland bei etwa 20 Prozent. Dazu kommen etwa 68 Prozent aus der gesetzlichen Krankenversicherung und runde 6 Prozent sind Einnahmen von Selbstzahlern. Was die Einnahmen von Privatpatienten betrifft, muss hier im Finanzplan des Businessplans ein gewisser Forderungsausfall berücksichtigt werden. Bei 48,6 Prozent der niedergelassenen Ärzte kam es 2010 zu Zahlungsausfällen zwischen einem und fünf Prozent. Bei 10 Prozent der Ärzte liegen diese sogar über 5 Prozent. Immer mehr Ärzte legen in ihrem Businessplan auch ein Budget für Marketingmaßnahmen fest. Dabei gehören zu den wichtigsten Maßnahmen das Betreiben einer Internetseite sowie das Online-Marketing. Zudem werden vermehrt Kosten für das äußere Erscheinungsbild der Praxis in das Budget eingeplant.

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Jahre Spezialisierung auf Businessplan-Erstellung
2500
Erstellte Businesspläne
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Prozent Erfolgsquote bei Finanzierungs-Businessplänen zwischen 25.000 und
5 Mio. Euro