Es gibt bereits viele Konzerne wie BASF oder BMW, die mit ihren Tochtergesellschaften Existenzgründer fördern. Auch die Deutsche Bahn gab bekannt, dass sie Mitte November ein Tochterunternehmen gründen will, um Startups zu unterstützen. Laut Rüdiger Grube, Vorstandschef der Deutschen Presse-Agentur Berlin, solle in den nächsten beiden Jahren eine Milliarde Euro allein in Digitalisierungs-Projekte investiert werden.
Trotz der zahlreichen Corporate Venture Capital-Gesellschaften (CVC) gibt es auf dem Wachstumsmarkt in Deutschland noch Verbesserungspotential: in einem internationalen Vergleich wurde nämlich deutlich, dass die deutschen CVCs im Vergleich mit entsprechenden Programmen ausländischer Konzerne nicht sonderlich aktiv sind. Diese Statistik basiert auf der Summe und Anzahl der durchgeführten Deals. Die Studie wurde von dem Branchendienst CV Insights ausgeführt; hierbei wurden die 100 aktivsten CVCs vom ersten Halbjahr 2016 aufgelistet. Dabei belegt Google Ventures den ersten Platz, dicht gefolgt von Intel Capital.
Fünf deutsche Corporate Venture Capital- Gesellschaften haben es auch auf die Liste geschafft, wenn auch auf weniger guten Plätzen:
Platz 26 belegt Tengelmann Ventures; die Tochtergesellschaft der Unternehmensgruppe Tengelmann beteiligt sich an jungen Internet-Unternehmen. Auf Platz 36 folgt Bertelsmann Digital Media Investments, deren Sitz in New York ist. Sie investiert vor allem in digitale Medien-Technologien und ist bereits an mehr als 50 Unternehmen beteiligt. Auf Platz 49 des internationalen CVC Vergleichs liegt Boehringer Ingelheim Venture Fund, welcher medizinische Startups in der Anfangsphase fördert. Platz 51 belegt die Robert Bosch Venture Capital, welche auf Tech-Startups in frühen oder späteren Phasen fokussiert ist. Auch der Merck Global Health Innovation Fund hat es auf die Liste geschafft. Das Unternehmen auf Platz 53 interessiert sich für medizin-technische Startups.