Businessplan Einzelhandel

Die Entwicklung im deutschen Einzelhandel ist durchaus erfreulich. So konnte der Gesamtumsatz der Branche im Jahre 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent auf 414,4 Milliarden Euro gesteigert werden. Die größten Umsatzzuwächse gab es in den Branchen Uhren und Schmuck mit 12,6 und bei den Kosmetikprodukten mit 7,5 Prozent. Bei der Erstellung eines Businessplans für den Einzelhandel gibt es einige Besonderheiten zu beachten. So kommt der Standortwahl hier eine besondere Bedeutung zu. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die am Standort vorhandene Kaufkraft. Die Kaufkraft ermittelt sich aus den Nettoeinkommen zuzüglich der Beträge, die aus Ersparnissen sowie aus der Aufnahme von Krediten stammen. Hiervon werden dann die Beträge abgezogen, welche für Ersparnisse und zur Schuldentilgung genutzt werden. Die Höhe der Kaufkraft unterscheidet sich in Deutschland je nach Region recht deutlich. Stehen jedem Bürger in Hamburg pro Jahr 21985 Euro zur Verfügung, so sind dies beispielsweise in Sachsen-Anhalt nur 16640 Euro. Eine weitere wichtige Kennzahl auf die im Businessplan eingegangen werden sollte ist die Einzelhandelszentralität. Diese gibt das Verhältnis der vorhandenen Kaufkraft zu den Umsätzen des Einzelhandels an einem Ort wieder. Wie hoch diese ist, wird häufig direkt auf der Webseite des betreffenden Ortes angegeben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Planung der möglichen Umsätze. Hierzu können ebenfalls Vergleichszahlen genutzt werden. Zunächst geht es darum, das vorhandene Marktvolumen anzugeben. Diese ermittelt sich aus der vorhandenen Bevölkerungszahl multipliziert mit dem Kaufkraftindex sowie den Verbrauchsausgaben des Produktes pro Kopf geteilt durch 100. Der Kaufkraftindex gibt die Kaufkraft des Standortes im Vergleich zum Bundesdurchschnitt wieder. Liegt dieser unter 100 Prozent, so ist die Kaufkraft eines Ortes geringer als im Bundesdurchschnitt. Diese Kennziffer ist ebenfalls auf den meisten Webseiten der Städte und gemeinden ersichtlich. Für die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben können Durchschnittswerte angegeben werden. So werden beispielsweise pro Kopf 2127 Euro im Jahr für Nahrungs- und Genussmittel ausgegeben. Für Bekleidung liegt der Betrag bei 477 Euro und für Unterhaltungselektronik bei 188 Euro.

Eine weitere Besonderheit, die im Businessplan für eine Einzelhandelsgründung beachtet werden sollte, sind die saisonalen Unterschiede in bestimmten Bereichen des Einzelhandels. So machen beispielsweise Uhren- und Schmuckgeschäfte etwa 25 Prozent ihres Umsatzes in den vier Wochen vor Weihnachten. Dieser Faktor sollte vor allem bei der Liquiditätsplanung beachtet werden, damit ist es in den umsatzschwächeren Monaten nicht zu einem finanziellen Engpass kommt.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung eines professionellen Businessplans für Ihren geplanten Einzelhandel. Nehmen Sie dazu einfach Kontakt zu uns auf und lassen Sie sich ein individuelles Angebot unterbreiten.

10
Jahre Spezialisierung auf Businessplan-Erstellung
2500
Erstellte Businesspläne
60
Berater mit den unterschiedlichsten Branchenspezifizierungen
80
Prozent Erfolgsquote bei Finanzierungs-Businessplänen zwischen 25.000 und
5 Mio. Euro