Businessplan Executive Summary

Die Verantwortlichen bei Banken, Förderinstitutionen, Venture-Capital-Gesellschaften usw. haben in der Regel für die Beurteilung eines Vorhabens nur wenig Zeit. Aus diesem Grunde begnügen sich viele Businessplan-Leser mit der Excecutive Summary um eine erste Selektion stattfinden zu lassen. Anhand dieer Zusammenfassung wird häufig entschieden, ob ein Projekt grundsätzlich von Interesse sein kann. Aus diesem Grund sollte der Excecutive Summary allerhöchste Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Die Kunst einer guten Zusammenfassung besteht darin, sämtliche entscheidenden Inhalte des Businessplans in einem Gesamtzusammenhang auf den Punkt zu bringen. Man sollte sich hierbei unter keinen Umständen mit Einzelheiten verzetteln – eine Excecutive Summary sollte maximal 1,5 Seiten lang sein.

Einige Existenzgründer nutzen die Executive Summary zur Investorenakquise, in dem sie den Investoren zunächst einmal gemeinsam mit einem persönlich formulierten Anschreiben nur die Zusammenfassung des Vorhabens mitschicken und darauf hinweisen, dass bei näherem Interesse, der komplette Businessplan zugesendet werden kann. Dies spart allen beteiligten Parteien Zeit und Geld.

Der letzte Schritt einer Businessplan-Erstellung sollte sein, zu kontrollieren, ob auch sämtliche Zahlen und Ergebnisse (z.B. Umsatzprognosen) aus den einzelnen Kapiteln deckungsgleich mit den Angaben der Zusammenfassung sind. Wäre dies nicht der Fall, würden die Leser des Businessplans vermutlich Rückschlüsse auf eine fehlende Gesamteinschätzung und Fähigkeit des Gründers ziehen.

Lassen Sie die Zusammenfassung unbedingt auch von einem Bekannten oder Kollegen probelesen. Da die Zusammenfassung oftmals schon mit dem Wissen des gesamten Konzepts verfasst wurde, tun sich viele Existenzgründer schwer, sich in die Situation mit Kenntnisstand gleich Null hineinzuversetzen.

Oftmals wird die Executive Summary auch als Einleitung oder Vorwort verstanden. Dies ist, wie bereits dargestellt, nicht der Fall. In der Executive Summary sollten die entscheidenden Kennzahlen und Planergebnisse /-berechnungen in plausibler Reihenfolge dargestellt werden.

Umfang: Die Zusammenfassung sollte im Businessplan maximal 2 Seiten einnehmen.

Folgende Leitfragen sollte die Executive Summary im Businessplan beantworten:

  • In welcher Branche möchten Sie mit welchen Produkten / Leistungen aktiv werden?
  • Welche Qualifikationen befähigen den Gründer zu einer erfolgreichen Umsetzung?
  • Was ist die relevante Zielgruppe und die relevante Zielregion?
  • Wie sind die derzeitige Marktsituation und die künftige Entwicklung einzuschätzen?
  • Was sind die relevantesten Konkurrenten und wie heben Sie sich von diesen ab?
  • Wie planen Sie Ihren Marktzugang und was sind die wichtigsten Marketingaktivitäten?
  • Wo liegen die größten Chancen und Stärken des Vorhabens?
  • Welcher Kapitalbedarf ist notwendig und was sind die wichtigsten Investitionen?
  • Wie sollen die Investitionen finanziert werden?
  • Wie hoch werden der Umsatz, die Betriebskosten und der Gewinn in den ersten Jahren geschätzt?

 

Häufige Fehler / Tipps

  • Vermeiden Sie, die identischen Formulierungen aus den eigentlichen Kapiteln zu übernehmen.
  • Machen Sie keine Unterkapitel in der Executive Summary, diese sollte im Fließtext geschrieben werden.

 

10
Jahre Spezialisierung auf Businessplan-Erstellung
2500
Erstellte Businesspläne
60
Berater mit den unterschiedlichsten Branchenspezifizierungen
80
Prozent Erfolgsquote bei Finanzierungs-Businessplänen zwischen 25.000 und
5 Mio. Euro