Businessplan Friseursalon

Wer mit einem eigenen Friseursalon den Weg in die Selbstständigkeit wagt, sieht sich in jedem Fall einem harten Preiskampf ausgeliefert. Deshalb ist es wichtig, sich bereits im Businessplan mit einem durchdachten und kundenorientierten Dienstleistungskonzept sowie einem möglichst optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt zu positionieren. Das Friseurgewerbe ist heute von einem sehr differierenden Angebot geprägt. Hierbei gibt es Salonkonzepte vom Beautytempel mit einem zusätzlichen Angebot an Wellnessanwendungen über den klassischen Salon bis hin zu preisaggressiven Cut&Go Salons. Auch die Betriebsgrößen unterscheiden sich, sodass neben kleineren Familienbetrieben auch vermehrt Salonketten sowie Salons mit einem Franchise-Konzept auf dem Markt vorhanden sind. Insgesamt waren 2011 ca. 79.149 Friseurunternehmen in den Handwerksrollen eingetragen, wobei jedoch nur 52.752 Friseurunternehmen umsatzsteuerpflichtige Einnahmen erzielten. Die Differenz (26.397 Betriebe) erzielte Umsätze unterhalb 17.500 Euro.

Die Umsatzplanung im Businessplan für den Friseursalon hängt stark von der Art des Salons sowie vom gewählten Standort ab. Der Umsatz pro Kunde in einem Damensalon betrug für das Jahr 2011 durchschnittlich 40,79 Euro. Dabei kamen im Durchschnitt 5,5 Kundinnen pro Mitarbeiter am Tag in den Salon. Der Dienstleistungsfaktor betrug dabei 2,25, was bedeutet, dass jede Kundin 2,25 Dienstleistungen genutzt hat. Auffällig ist, dass die Salons mit einem Umsatz von mehr als 250.000 Euro zwar mit 5,4 Kundinnen pro Tag und Mitarbeiter etwas weniger Kunden hatten, jedoch pro Kundin einen Preis von über 46 Euro erzielen konnten. In einem Herrensalon liegt der Umsatz pro Kunde und Mitarbeiter durchschnittlich bei 16,48 Euro, wobei ein Mitarbeiter pro Tag etwas mehr als 12 Kunden bedient. Der Dienstleistungsfaktor ist bei männlichen Kunden mit 1,09 deutlich geringer als bei Frauen. Interessante Umsatzmöglichkeiten bietet auch der Verkauf von Pflegeprodukten. So erzielten die Friseursalons 2011 einen zusätzlichen Umsatz von 3,03 Euro pro Kunden.

Eine weitere wichtige Kennzahl, die im Businessplan für einen Friseursalon erwähnt werden muss, ist der Rohertrag. Nach Abzug des Wareneinsatzes verbleibt durchschnittlich ein Rohertrag von 87,3 Prozent. Nach Berücksichtigung der weiteren Kosten wie Miete, Personal, Fahrzeuge etc. verblieb ein Gewinn vor Steuer von durchschnittlich etwa 38.000 Euro.

10
Jahre Spezialisierung auf Businessplan-Erstellung
2500
Erstellte Businesspläne
60
Berater mit den unterschiedlichsten Branchenspezifizierungen
80
Prozent Erfolgsquote bei Finanzierungs-Businessplänen zwischen 25.000 und
5 Mio. Euro