Businessplan Heilpraktiker

Immer mehr Patienten legen Wert auf eine Behandlung mit Naturheilverfahren. Umfragen zufolge würden rund 80 Prozent der Bevölkerung eine Behandlung bei einem Heilpraktiker vorziehen. Daraus ergeben sich exzellente Chancen für eine Existenzgründung mit einer eigenen Heilpraktikerpraxis. Dazu kommt, dass die Dienste eines Heilpraktikers vorwiegend von älteren Patienten in Anspruch genommen werden, deren Anzahl sich aufgrund der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahren deutlich erhöhen wird.

Statistisch erfasst wurden 2010 etwa 980 umsatzsteuerpflichtige Praxen, welche einen Umsatz von 97 Millionen Euro erwirtschafteten. Allerdings ist die Branche nur schwer zu erfassen, da einige Praxen auch unter anderen Bezeichnungen firmiert sind. Die letzten offiziellen Daten stammen aus dem Jahr 2003, als die privaten Krankenkassen die Anzahl der Praxen mit 20.000 angaben. Im Jahre 2007 gaben die privaten Krankenkassen etwa 205 Millionen Euro für Heilpraktiker aus. Dazu kommt noch eine entsprechende Zahl an Selbstzahlern.

In jedem Fall benötigen Heilpraktiker vor der Eröffnung einer eigenen Praxis einen gut durchdachten Businessplan. Dabei ist es zunächst wichtig, genau zu beschreiben, welche Leistungen angeboten werden sollen. Auch wenn die Gründungskosten im Vergleich zu Ärzten relativ gering sind, gehört zum Businessplan eine genaue Investitionsplanung. Für kleinere Renovierungsarbeiten und das Einrichten der Praxis mit Möbeln muss durchschnittlich mit etwa 5.000 Euro gerechnet werden. Dazu kommen medizinische Geräte von etwa 2.000 Euro. Empfehlenswert ist für Heilpraktiker ein Irisdiagnosemikroskop, das etwa 1.500 Euro kostet. Sind später weitere Investitionen wie beispielsweise ein Ozongerät geplant, dann sollte dies ebenfalls direkt im Businessplan aufgeführt werden. Dazu ist es wichtig, ein finanzielles Polster für die ersten zwei Jahre einzuplanen. In dieser Zeit werden die erzielten Einnahmen zumeist nicht ausreichen, um alle laufenden Ausgaben zu decken.

Natürlich gehört auch zu jedem Businessplan für einen Heilpraktiker eine realistische Umsatzplanung. Durchschnittlich erzielen die umsatzsteuerpflichtigen Heilpraktiker einen Jahresumsatz von knapp 100.000 Euro. Hiervon müssen dann die anfallenden Ausgaben abgezogen werden. Die meisten Praxen beschäftigen eine Halbtagskraft, welche die Organisation der Praxis übernimmt. Allerdings ist für die Einstellung mindestens ein monatlicher Umsatz zwischen 4000 und 5000 Euro erforderlich. Als Personalkosten (Personal ist darzustellen in einem Organigramm) kann dann ein Satz von 18,4 Prozent angesetzt werden. Dazu kommen der Materialaufwand mit 6,4 Prozent und die Ausgaben für Miete mit etwa 7 Prozent. Für sonstige Kosten sollten ebenfalls noch etwa 16 Prozent vom geplanten Umsatz abgezogen werden. So ergibt sich ein reiner Ertrag vor Steuern von durchschnittlich etwa 51 Prozent.

Wenn Sie sich bei der Erstellung Ihres Businessplans gerne professionell unterstützen lassen möchten, kontaktieren Sie uns doch bitte einfach unter 0800 – 2 111 441 (kostenlos) oder über unser Kontaktformular.

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