Businessplan KfW Gründerkredit

Existenzgründer, die willens sind, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, sind für die bundesdeutsche Wirtschaft von großer Bedeutung. Aus diesem Grund existiert eine Vielzahl von Fördermittel zur Unterstützung von Existenzgründern mit finanziellen Mitteln. An der Motivation für die Verfolgung dieser Strategie der Stützung von KMU über die Förderung von Existenzgründungen kann es keinen Zweifel geben: Fördermaßnahmen sind eine Investition in das Leistungspotential unserer Volkswirtschaft, dementsprechend erwartet man, gemäß der definitorischen Natur einer Investition, eine Rendite, die höher ist, als eventuelle Anlagealternativen.

Existenzgründer sowie kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von den zinsgünstigen Förderdarlehen der KfW Bank. Der Bund hat eigens aus dem ERP-Sondervermögen der EU Förderprogramme für diese Zielgruppe aufgelegt. Die finanziellen Unterstützungen helfen beim Start in die Selbständigkeit oder dem Unternehmensausbau. Meist handelt es sich um Darlehen mit günstigen Konditionen. Bei den typischen Förderdarlehen sind günstige Zinsen, lange Laufzeiten und eine rückzahlungsfreie Zeit üblich. Damit bekommen Existenzgründer die Möglichkeit Ihre Geschäftsidee erst einmal zum Laufen zu bringen und Umsätze zu erzielen, bevor die Finanzierung zurückgezahlt werden muss.

Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Die Fördermaßnahme schlechthin für Existenzgründer und junge Unternehmen ist der ERP-Gründerkredit Startgeld der KfW-Bank. Hierbei werden Existenzgründer und Unternehmen, welche noch nicht länger als 3 Jahre am Markt sind, mit einem zinsgünstigen Darlehen unterstützt. Die maximale Darlehenshöhe beträgt 100.000,00 Euro (im Rahmen des Gründerkredit Universell sogar 10 Mio. Euro). Vorteile bei der Inanspruchnahme dieses Förderprogramms sind neben den niedrigen Zinsen bis zu 2 tilgungsfreie Anlaufjahre sowie eine Haftungsfreistellung für Ihre Hausbank in Höhe von 80%.

Für wen eignet sich der Förderkredit?

Der ERP-Gründerkredit eignet sich insbesondere für Existenzgründer, Freiberufler, Unternehmensnachfolger und junge Unternehmen, die nicht länger als fünf Jahre am Markt aktiv sind. Der ERP-Gründerkredit – StartGeld ist als Komplettlösung gedacht und als Startkapital für Investitionen und die Einrichtung des Betriebes. Auch der Aufbau eines Nebenerwerbes kann damit finanziert werden, wenn dieser mittelfristig zum Haupterwerb werden soll.

Der ERP-Gründerkredit – Universell ist ebenfalls als Startkapital gedacht. Darüber hinaus aber auch für Finanzierungen deutlich über 100.000 Euro und der Expansion.

Was wird durch den Gründerkredit finanziert

Beim StartGeld werden im Wesentlichen der Erwerb von Grundstücken, Gebäuden, Maschinen, Computer und Anlagen sowie Lizenzen, Software gefördert. Investitionen, die zum Anlagevermögen des Betriebes gehören. Die Ausgaben für Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffe sowie der Einrichtung des Warenlagers können ebenfalls mit dem KfW Kredit finanziert werden. Es gibt aber eine Beschränkung in der Höhe der Kosten, die beim StartGeld maximal 30.000 Euro beträgt.

Der ERP-Gründerkredit – Universell finanziert ebenfalls die Unternehmenseinrichtung mit den dazu notwendigen Investitionen und Betriebsmitteln. Auch eine Unternehmensübernahme kann mit diesem Kredit finanziert werden oder die Aufstockung einer Beteiligung.

ERP-Gründerkredit – StartGeld

Der ERP-Gründerkredit – StartGeld deckt die Finanzierungskosten von Investitionen und Betriebsmitteln bis zu einer Höhe von 100.000 Euro. Die Betriebsmittel dürfen die Maximalsumme von 30.000 Euro nicht übersteigen. Die Beantragung kann durchaus zweimal erfolgen und gilt pro Gründungsmitglied. Ein Eigenkapitalanteil ist nicht erforderlich. Durch die 80-prozentige Haftungsfreistellung für Ihren Finanzierungspartner wird die Kreditbewilligung vereinfacht. Eine Kombination mit anderen Fördermitteln – außer der Existenzgründungsberatung – ist nicht möglich.

pdf-Download KfW-Startgeld-Checkliste mit allen Infos:
Kfw-Gründerkredit Startgeld Checkliste

 

 

 

 

 

 

 

 

ERP-Gründerkredit – Universell

Der ERP-Gründerkredit – Universell ist flexibel mit anderen Fördermitteln kombinierbar. Auch Vorhaben im Ausland können damit vorgenommen werden. Die Zinshöhe ist risikoabhängig und wird individuell anhand Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse durch den Finanzierungspartner eingestuft. Kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von besonders günstigen Konditionen. Die Kredithöhe kann bis zu einer Summe von 25 Millionen Euro betragen, wobei 100 Prozent des Kreditbetrages ausgezahlt werden. Auch werden 100 Prozent Ihrer Investitionskosten und Betriebsmittel abgedeckt. Eine Haftungsfreistellung für Ihre Hausbank kann bis zu einer Höhe von 50 Prozent erfolgen.

pdf-Download KfW-Gründerkredit-Universell-Checkliste mit allen Infos:
Kfw-Gründerkredit Universell Checkliste

 

 

 

 

 

 

 

 

Beantragung des Gründerkredits durch die Hausbank

Die öffentlichen Förderdarlehen können nicht direkt beim Förderinstitut beantragt werden. Die Antragstellung erfolgt über Ihre Hausbank. Diese ist nicht zur Weiterreichung des Antrages verpflichtet. Im ersten Schritt gilt es die Bank sowohl von Ihrer fachlichen, unternehmerischen und persönlichen Eignung für eine Unternehmensführung zu überzeugen. Des Weiteren müssen Sie einen professionellen Businessplan vorlegen, der die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsidee bestätigt. Ist die Hausbank überzeugt, leitet Sie den Antrag für den KfW Gründerkredit weiter.

Notwendige Unterlagen für den Kreditantrag

Der Kreditantrag ist vor dem Vorhaben auszufüllen und entsprechend zu beantragen. Folgenden Formulare sind für die Beantragung des ERP-Gründerkredites – StartGeld der KfW notwendig:

  • Antragsvordruck für den ERP-Gründerkredit
  • Selbsterklärung
  • Risikoanlage A
  • Risikoanlage B
  • Risikoanlage C
  • Businessplan, inklusive Rentabilitätsplan und Liquiditätsplan für zwei Jahre Minimum
  • Lebenslauf der Gründer oder des Gründers
  • Anlage De-Minimis-Erklärung
  • Anlage Besitz und Beteiligungsverhältnisse bei mehreren Gesellschaftern
  • Sicherheiten, die KfW benötigt keine, die Hausbank kann allerdings auf diese bestehen
  • Einwilligungserklärung für Auskunfteianfragen, wie zum Beispiel für eine SCHUFA-Auskunft

Beim Gründerkredit – Universell entfällt die Risikoanlage C und das Formular zum Statistischen Beiblatt kommt hinzu.

Die Auszahlung und Tilgung

Insofern der ERP-Gründerkredit genehmigt wurde, steht einer Auszahlung nichts mehr im Wege. Der Gründer erhält über die Hausbank einen Kreditvertrag und kann den Gesamtbetrag – oder Teilbeträge – innerhalb von neun Monaten abrufen. Bei dem Gründerkredit – Universell kann dieser innerhalb von zwölf Monaten nach KfW Zusage abgerufen werden.

Die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent, es sei denn Sie rufen den Kredit erst nach zwei Bankarbeitstagen und einem Monat nach erfolgter Zusage ab. In dem Fall erhebt die KfW einen Bereitstellungsgebühr in Höhe von 0,25 Prozent der Kreditsumme.

Ist eine tilgungsfreie Anlaufzeit vereinbart worden, zahlen Sie während dieser Phase lediglich die anfallenden Zinsen. Beachten Sie für die Unternehmensliquidität den Zeitpunkt, ab dem auch die Tilgungszahlungen bedient werden müssen. Die Rückzahlung erfolgt immer über Ihre Bank.

Gegen eine Gebühr, kann der Gründerkredit jederzeit in Teilen oder Gesamt zurückgezahlt werden.

Weitere Förderprogramme

Informieren Sie sich gründlich über die existierenden Förderprogramme von Bund, Ländern und den Förderinstituten. Es gibt zahlreiche in Frage kommende Programme, die vielleicht für Ihr spezielles Vorhaben in Frage kommen. Wichtig zu wissen ist, dass Sie die Fördermittel vor Realisation des Vorhabens beantragen müssen. Neben den bereits genannten KfW Krediten gibt es:

  • ERP-Innovationsprogramm
  • ERP-Beteiligungsprogramm
  • Investitionszuschuss
  • Mikrokredite
  • Existenzgründungsberatungen
  • Sonderabschreibungen und Investitionsabzugsbeträge
  • KfW-Unternehmerkredit
  • Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit
  • Förderungen von Unternehmensberatungen

Der Businessplan für den KfW Gründerkredit

Für sehr viele Gründer ist der KfW-Gründerkredit das ideale Finanzierungsmodell, er bedarf allerdings einer sehr professionellen Beantragung. Hierbei sind insbesondere die Ansprüche an den Businessplan sehr hoch. Nur wenn ein fundierter, in sich stimmiger Businessplan mit realistischer Umsatz- und Kostenplanung, mit einer Rentabilitätberechnung, mit einer Rohertragsberechnung und mit einer Liquiditätsplanung vorgelegt werden kann, bestehen realistische Chancen auf die Bewilligung des KfW Gründerkredits.

Außerdem achtet die KfW-Bank auf einige Kennzahlen im Businessplan, die sich zur Wahrung der Chancen auf den Kredit in gewissen Rahmen bewegen sollten.

Businessplan-Erstellung für den Gründerkredit

Der Businessplan muss klar, verständlich und in einfachen, kurzen Sätzen verfasst werden. Die Gliederung sollte klar strukturiert und übersichtlich die wichtigsten Inhalte darstellen. Das Ziel ist, den Businessplan in sich logisch aufzubauen, so dass ein roter Faden erkennbar wird. Die ausformulierten Aussagen dürfen sich mit den Zahlen aus der Finanzplanung nicht widersprechen.

Existenzgründung mit KfW-Businessplan

Unterschätzen Sie nicht den Aufwand für die aussagekräftige Businessplan-Erstellung. Sowohl zeitlich, als auch fachlich erfordert dieser Ihre vollzeitliche Aufmerksamkeit. Es lohnt sich allerdings. Sie müssen sich immer vor Augen führen, dass Sie mittelfristig von Ihrer Idee leben wollen.

 

 

 

 

 

Die wichtigsten Businessplan-Inhalte – darauf müssen Sie achten

Neben Formularen und der Einwilligung zu einer Bonitätsauskunft sind Lebenslauf und Businessplan erforderlich. Speziell die Ansprüche an den Businessplan sind sehr hoch. Nur wenn ein fundierter, in sich stimmiger Businessplan vorgelegt werden kann, bestehen gute Aussichten auf die Bewilligung. Neben Beschreibungen von Geschäftsidee, Alleinstellungsmerkmalen, Markt- und Wettbewerbssituation und Unternehmerqualifikation ist Zahlenmaterial gefragt. Die Hausbank und die KfW Bank prüft bei der Kreditvergabe Ihre Aussagen zu Eigenkapitalhöhe, den Fremdkapitalbedarf sowie den Kapitalbedarf zum Start Ihres Vorhabens. Zu den fundamentalen Bestandteilen zählen:

– eine realistische Umsatz- und Kostenplanung,
– eine Rentabilitätsberechnung,
– eine Rohertragsberechnung und
– eine Liquiditätsplanung.

Außerdem achtet die KfW-Bank auf einige Kennzahlen im Businessplan. Diese sollten sich zur Wahrung der Chancen auf den Kredit in gewissen Bandbreiten bewegen. Die KfW Bank verlangt die Liquiditätsplanung erst ab einem Finanzierungsbedarf in Höhe von 25.000 Euro.

Arbeiten Sie mit Businessplan-Experten zusammen

Treten Sie mit uns in Kontakt, wenn Sie sich bei diesem Schritt helfen lassen möchten. Wir kennen die Anforderungen der KfW und wissen um die Besonderheiten bei der Beantragung des ERP-Gründerkredits StartGeld und ERP Gründerkredits Universell. Füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus, um ein unverbindliches Angebot anzufordern. Ein Businessplan-Experte wird sich umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Wir unterstützen Sie gerne bei konkreten Fragen und bei der Erstellung Ihres individuellen Businessplans.

 

10
Jahre Spezialisierung auf Businessplan-Erstellung
2500
Erstellte Businesspläne
60
Berater mit den unterschiedlichsten Branchenspezifizierungen
80
Prozent Erfolgsquote bei Finanzierungs-Businessplänen zwischen 25.000 und
5 Mio. Euro