Internationale Investoren sehen im Wachstumsmarkt von Deutschland eine Finanzierungslücke, da junge Startups zu wenig Unterstützung von Investoren bekommen, diese aber dringend Kapital für das Wachstum des Jungunternehmens brauchen. Dieses Problem soll nun durch den neuen Gesetzesentwurf vom 14. September 2016 behoben werden. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass das Engagement von Investoren bezüglich Startups durch Steueranreize verbessert werden soll. Dabei können Kapitalgeber, die bei Existenzgründern der Technologiebranche mit Risikokapital mit einsteigen, ihre bestehenden Verluste dem Finanzamt gegenüber geltend machen. Dies soll jedoch nicht nur bei der Investition von Risikokapital, sondern auch sobald Investoren in ein angeschlagenes Unternehmen einsteigen und dieses weiterführen, gelten.

Aufgrund der verbesserten Rahmenbedingungen soll es laut Finanzminister Wolfgang Schäuble für Unternehmen einfacher sein, Geldgeber für innovative Geschäftsmodelle zu gewinnen. Nach Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel würden Unternehmen durch das neue Gesetz einen besseren Zugang zu privatem Wagniskapital erhalten, welches sie dringend für ihr Wachstum benötigten.