Förderung von Unternehmensnachfolgen im Handwerk (Meisterprämie)

Zur Unterstützung erstmaliger Existenzgründungen subventionieren das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Europäische Sozialfonds (ESF) Betriebsübernahmen. Die Meisterprämie als Einmalzahlung in Höhe von 7.500 Euro wird als Zuschuss zum Lebensunterhalt gewährt und muss nicht zurückerstattet werden.

Zielrichtung dieser Maßnahme

Betriebsübergaben sollen erleichtert und die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze erhalten werden. Daher ist eine Auflage für die Auszahlung der Meisterprämie, dass die Mehrzahl der bestehenden Beschäftigungsverhältnisse fortbesteht. Für Firmen ohne Mitarbeiter gilt, dass neben der Position des Unternehmensnachfolgers mindestens eine neue Arbeitsstelle zu schaffen ist. Die Entlohnung hat tariflichen beziehungsweise ortsüblichen Konditoren zu entsprechen.

Weitere Förderungsvoraussetzungen

Ausgezahlt wird die Meisterprämie ausschließlich an natürliche Personen, die erstmalig einen Betrieb übernehmen. Empfänger sonstiger, gründungsspezifischer Finanzhilfen zum Lebensunterhalt werden mit dieser Zuwendung nicht zusätzlich bedacht. Der Hauptwohnsitz des Antragstellers und die Betriebsstätte müssen in Mecklenburg-Vorpommern liegen. Handwerks- oder Industriemeister kommen ebenso in den Genuss der Zahlung wie Inhaber eines gleichwertigen Hoch- oder Fachschulabschlusses.

Eine andere Bedingung ist, dass die erworbene Qualifikation dem Gegenstand des Unternehmens entspricht. Vor Abschluss der Meisterprüfung kann die Handwerkskammer eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

Antragsverfahren und erforderliche Dokumente

Die Bewilligungsbehörde entscheidet im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel nach pflichtgemäßem Ermessen über die Bezuschussung. Die Beantragung erfolgt schriftlich über das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI). Bei diesem Verfahren leisten unsere Spezialisten professionell Hilfestellung. Neben einem Formblatt zählt der Nachweis über die berufliche Befähigung zu den notwendigen Unterlagen. Beizufügen sind auch eine Kopie des Personalausweises und eine Erklärung zu bereits gestellten Anträgen auf andere Förderungen. Auch ist das Vorlegen eines professionellen Businessplans sinnvoll.

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