Businessplan Trockenbau

Aufgrund der günstigen Bauweise gewinnt der Trockenbau stetig Marktanteile hinzu. Bei einem Businessplan für den Trockenbau gilt ein besonderes Augenmerk der Standortwahl sowie einer genauen Finanzplanung.

Das Bauhauptgewerbe hat mit 26 Prozent einer der höchsten Insolvenzraten aller Branchen. Der Hauptgrund hierfür liegt in einer ungenügenden Liquiditätsplanung. Häufig unterschätzen Existenzgründer den benötigten Kapitalbedarf für die ersten beiden Jahre nach der Unternehmensgründung. Beim Businessplan für ein Trockenbau-Unternehmen sollte in jedem Fall bedacht werden, dass die Zahlungsziele oftmals sehr lang sind und durch Mängelrügen oftmals noch zusätzlich hinausgezögert werden.

Bei den eigentlichen Investitionskosten macht die Anschaffung eines Fahrzeugs zumeist den größten Anteil aus. Inklusive des benötigten Werkzeugs sollte im Businessplan erfahrungsgemäß mindestens ein Kapitalbedarf von 40.000 Euro veranschlagt werden.

Die meisten Aufträge erhalten Unternehmen im Trockenbau bei der Sanierung von Altbauten sowie beim Umbau von gewerblich genutzten Räumen. Hier gewinnt insbesondere die Wärmedämmung immer mehr an Bedeutung. In der Regel kommen die Auftraggeber aus einer Entfernung von etwa 25 Kilometern um den gewählten Standort. Ein entsprechend hoher Anteil an Altbauten sowie an Firmengebäuden ist hier von Vorteil.

Es ist wichtig, im Businessplan ein entsprechendes Marketingkonzept zu präsentieren. Mit 56 Prozent besteht die größte Zielgruppe aus privaten Auftraggebern. Dazu kommen durchschnittlich etwa 39 Prozent der Aufträge von gewerblichen Unternehmen. Zur Auftragsgewinnung bieten sich insbesondere Kooperationen mit größeren Bauunternehmen an. Diese geben Aufträge im Trockenbau in der Regel an Subunternehmer ab, sodass hier mit regelmäßigen Aufträgen gerechnet werden kann.

Der durchschnittliche Jahresumsatz beträgt im Trockenbau etwa 120.000 Euro pro Beschäftigtem. Diesen Umsätzen müssen im Businessplan nun die voraussichtlichen Kosten gegenübergestellt werden. Hierzu können Existenzgründer sich an vorhandenen Vergleichszahlen orientieren. Die Lohn- und Lohnnebenkosten belaufen sich im Durchschnitt auf 33 Prozent des erzielten Umsatzes. Dazu kommen weitere 30 Prozent für den Materialeinsatz. Für Fremdleistungen müssen im Businessplan für den Trockenbau (zum Businessplan Beispiel) etwa 12 Prozent veranschlagt werden. Dazu kommen noch sonstige Kosten von etwa 19 Prozent, sodass der eigentliche Ertrag bei etwa 10 Prozent des erzielten Umsatzes liegt.

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